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10 Jahre EKP e.V. 

25 Jahre Eltern-Kind-Gruppen

30 Jahre Kinderpark Stockdorf

Das Eltern-Kind-Programm feiert

Einweihung des Spielplatzes an der Alten Schule Stockdorf

(bb) - Themenabende, Kinderbetreuung, Familienseminare, Tanz und Bewegung, Schwimmkurse und vieles mehr - das Eltern-Kind-Programm (EKP) in der Alten Schule Stockdorf (Mitterweg 34) ist ein Familienzentrum, das weit über den Ort hinaus bekannt ist. Rund 450 Mitgliedsfamilien zählt der Verein, doch auch viele Nichtmitglieder - Eltern und Kinder - nehmen an den vielfältigen Angeboten teil. In diesem Jahr haben etliche der Projekte ein kleines Jubiläum. Und Stockdorf mit seinen 750 Jahren natürlich ein riesengroßes: Reichlich Grund also für den Familientreff innerhalb des reichhaltigen Stockdorfer Festprogrammes eine eigene kleine Feier aufzuziehen.

Sinnespfad am SpielplatzMit nackten Füßen fühlen und spüren: Der Sinnespfad gehört zum ökologischen Spielplatz, der am Samstag offiziell eröffnet wird.

Aktueller Anlaß für das Fest, das am Samstag ab 11 Uhr steigt, ist die Einweihung des ökologischen Spielplatzes, der in Eigenarbeit vor der Alten Schule gestaltet wurde. Ähnlich wie vor zwei Jahren im "Netz für Kinder" in Buchendorf, dessen Träger ebenfalls das EKP ist, wurde aus Weidenruten eine Hütte und eine Spielwand geflochten und außerdem ein Sinnespfad angelegt.

Daneben soll aber auch daran erinnert werden, das es den Kinderpark in Stockdorf in Stockdorf nun schon seit 30 Jahren gibt, daß die Eltern-Kind-Gruppen seit 25 Jahren existieren, daß das EKP seit 10 Jahren als eingetragener Verein besteht und seit 5 Jahren Familienzentrum ist. Seit 15 Jahren wird in Verbindung mit der Universität Regensburg eine Gruppenleiterausbildung für Eltern-Kind-Gruppen durchgeführt und seit 20 Jahren besteht die Verbindung zur Insel Spiekeroog, wo das EKP alljährlich in den Sommerferien Familienferien anbietet.

Eingeladen wurden Landrat, Bürgermeister und Gemeinderäte. Vor allem aber soll es ein Fest für die Familien werden. Für die Kinder sind kleine Aktionen, wie das Herstellen von Feuervögeln und Wasserrosen aus Papier geplant und ab 13:30 Uhr kann ein eigenes Familienwappen erfunden und entworfen werden. Gleichzeitig kann bei einem Brunch das Frühstück und Mittagessen gleich zusammengefaßt werden.

Viel kosten darf die Feier allerdings nicht, denn finanziell ist das EKP nicht gerade auf Rosen gebettet. Zwar erhält der Verein von der Gemeinde Gauting 2000 Mark Zuschuß im Jahr, doch schon allein die Miete für die Alte Schule ist beträchtlich höher. Ähnlich bestellt ist es mit den Zuschüssen der anderen Gemeinden der Umgegend, in denen EKP-Projekte laufen. Für die Unterbringung muß Miete bezahlt werden und diese frißt die Zuwendung sofort wieder auf.

"Wir finanzieren uns durch Mitgliedsbeiträge und Spenden", erläutert die 1. Vorsitzende des EKP, Ursula Bezdek zum Thema Finanzen. Einige Sponsoren im Ort hätten schon viel zur Unterstützung des Vereins beigetragen. Auch zum Beispiel von Antenne Bayern und dem Lionsclub habe man schon einmalige Beiträge erhalten. Dennoch sei es "mühsam immer wieder Sponsoren zu finden", mußte Ursula Bezdek feststellen.

"Die Gemeinden stellen sich auf den Standpunkt, wir müßten kostendeckend arbeiten", erzählt sie und rechnet vor, daß dann für einen Nachmittag im Kinderpark nicht mehr 5 Mark, sondern 12,50 Mark bezahlt werden müßten. Das könnten sich viele Familien gerade mit mehreren Kindern aber nicht mehr leisten. "Wir wollen, daß sich die Mütter auch einmal am Nachmittag freinehmen können, um dann wieder ganz viel Lust auf ihre Kinder zu bekommen", erklärt sie. In der Kommunalpolitik gebe es viel zu wenig Unterstützung für die Familien. Deshalb müßten Organisationen wie das EKP "immer lebendiger werden".

Über die 750 Jahre Stockdorf sei viel geschrieben worden, auch ein neues Buch sei erschienen, doch daß sich in der 90 Jahre alten Schule jetzt ein Familientreff befinde, sei nirgends erwähnt worden, konstatiert Ursula Bezdek. 1972 hat sie am Staatsinstitut für Frühpädagogik das Konzept der Eltern-Kind-Gruppen mitentwickelt und das Projekte in vielen anderen Gemeinden in der Bundesrepublik entwickelt. Doch auch wenn sie ihrer jahrelangen Arbeit in Stockdorf wegen die Nichterwähnung in den Festschriften vielleicht ein wenig trifft, in ihrer Zielsetzung kann sie das nur bestärken. "Die Familie braucht jemanden, der berät und stützt".

In den kommenden Jahren sieht sie keine wirkliche Entlastung für die Familien. "Das Geld wird wahrscheinlich immer knapper. Nur wenn Familien zusammenhalten und viel gemeinsam machen, kann das Leben besser werden". Für das EKP heißt das auch, die Familien wieder mehr zur Natur, zum jahreszeitlichen Kreislauf und zu den einfachen Dingen, die Spaß machen, zurückzuführen. Ökologie ist in diesem Zusammenhang ein wichtiges Thema. Spielplätze zum Beispiel, so Ursula Bezdek, seien viel zu sehr möbliert. Sie sollten auf die Lebensbasis hinweisen. Von den ökologischen Spielplätzen, die das EKP in Buchendorf und jetzt in Stockdorf gebaut hat, soll auch eine Vorbildfunktion ausgehen, die zeigt, wie man es anders machen könnte.

Ein großer Wunschtraum der EKP-Vorsitzenden wäre es, eine Freifläche in der näheren Umgebung zu pachten und daraus ein Freizeitgelände für Familien zu machen. Doch die Preise im Würmtal lassen an die Realisierung eines solchen Vorhabens gar nicht denken. Eher ist es so, daß für die laufenden Projekte und Gruppen genug Geld aufgetrieben werden muß. Zum Beispiel durch Losverkäufe für die Tombola beim Waldfest am 28. Juni. Und um diese gut bestücken zu können, werden vom EKP noch brauchbare Sachspenden gesucht.

 

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