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EKP-FERIENPROGRAMM ENDET...............................................................................


Lernen, die Natur wahrzunehmen

Seilgarten

Von Manuela Dollinger

Gräfelfing – 21 Kinder scharen sich um einen schwer beladenen Bollerwagen. Denn gleich geht es los. Ausgerüstet mit Seilen, Werkzeug und Proviant marschieren die Mädchen und Buben der Gräfelfinger Ferienbetreuung wie jeden Morgen gegen halb 10 Uhr in den Wald. Bei der Betreuung für Kindergartenkinder im Alter von drei bis acht Jahren dreht sich nämlich alles um das Thema Natur. Seit Wochen verbrachten die Kinder jeden Vormittag mit ihren Betreuern auf einer Lichtung im Wald, nahe dem Gräfelfinger Kindergarten in der Adalbert-Stifter-Straße.
Vor zwei Jahren initiierte die Gemeinde Gräfelfing das Projekt, seit vergangenem Jahr tritt das Eltern-Kind-Programm (EKP) als Organisator auf. Die Gemeinde betraute Magrit Lautenbacher, langjährige Kindergarten-Leitung in Gräfelfing, mit dem Projekt. „Dass die Kinder lernen, die Natur wahrzunehmen“, das sei ihr wichtig, erläutert Lautenbacher ihre Idee eines Kindergartens im Wald. Doch nicht in erster Linie um das Lernen, sondern um Spiel und Spaß gehe es in der Betreuung, so Lautenbacher. „Schließlich haben die Kinder Ferien.“
Die Waldlichtung, auf der die Kinder den Vormittag verbringen, liegt etwa zehn Minuten Fußweg vom Kindergarten entfernt. Wenn man sich dort genauer umschaut, entdeckt man kleine Hütten auf dem Waldboden. Wichtelhäuser seien das, erklärt der sechsjährige Mark. „Aus Stöcken, Moos und Steinen haben wir die gebaut.“
Ina (8) und ihre kleine Schwester (6) Thea freuen sich schon seit Tagen aufs Klettern. Dabei sind Mut und ein guter Gleichgewichtssinn gefragt. Aus den Seilen, die der achtjährige Nicki im Bollerwagen zur Lichtung gezogen hat, knüpft Betreuer Dennis eine Konstruktion zwischen den Bäumen. Fünfzig Zentimeter über dem Boden balancieren die Mädchen und Buben über das Seil. Ein zweites Seil in Brusthöhe dient als Halt. Doch nicht alle können sich für den Balanceakt begeistern. Emma (4) und Lara (4) basteln lieber Webrahmen aus Astgabeln.
Die Ferienbetreuung richtet sich an Gräfelfinger Familien, bei denen beide Elternteile während der Schulferien berufstätig sind. Der Bedarf ist groß und steigt von Jahr zu Jahr. „Im ersten Jahr haben wir mit 20 Kindern angefangen“, sagt Lautenbacher. In diesem Jahr seien es insgesamt 75 Mädchen und Buben. Die vollen sechs Wochen hätten sie bewusst nicht angeboten, so Petra Bezdek vom EKP. „Ich hadere mit den Eltern, die ihre Kinder die ganzen Sommerferien betreuen lassen möchten“.
Die Ferienbetreuung solle nur die Zeit, in der die Eltern keinen Urlaub haben, überbrücken. „Für Kinder sind gemeinsame Ferien mit den Eltern sehr wichtig.“

Hilfe der Gemeinde
Die Gräfelfinger Ferienbetreuung wurde zum Teil durch die Beiträge der Eltern und zum Teil von der Gemeinde finanziert.
Eltern bezahlten für die Betreuung ihres Kindes pro Woche zwischen 70 und 95 Euro, je nach Dauer der Betreuung. Davon wurden Personal- und Materialkosten sowie ein tägliches Mittagessen bezahlt. Das EKP rechnet mit einer Finanzierungslücke von rund 9000 Euro. Die Räumlichkeiten im Kindergarten in der Adalbert-Stifter-Straße 1 stellte die Gemeinde dem EKP kostenlos zur Verfügung.

 

 

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