Eltern - Kind - Programm e.V.

 

Netz für Kinder - Familienfreizeiten und Familienseminare - Eltern-Kind-Gruppen
Kinderbetreuung - kindzentrierte Erwachsenenbildung - Zwillingsprojekt




Presseartikel

Über uns > Pressestimmen > Presseartikel

<< Vorheriger Artikel Nächster Artikel >>

Spielerischer Zugang zur Natur:

Große Resonanz für EKP-Angebot

Gräfelfing - Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind, stehen zur Ferienzeit bei der Betreuung ihrer Kinder vor einem Problem. Der Bedarf für Ferienbetreuung wächst. Die Gemeinde Gräfelfing bietet über die Sommerferien bereits zum zweiten Mal solch eine Betreuung an. Dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Stockdorfer Eltern- Kind- Programm (EKP).
 Die 40 Kinder im Alter von vier bis  sechs Jahre werden in zwei gleich große Gruppen aufgeteilt und von vier Aufsichtspersonen betreut. Eine Erzieherin oder Sozialpädagogin ist immer dabei. Vormittags gehen sie in den Wald – egal bei welchem Wetter. In den ersten beiden Wochen basteln die Kinder Wichtelhäuser aus Moos und kleinen Stöcken oder weben „magische Augen“, die böse Geister fern halten sollen. Der aktuelle Höhepunkt ist ein selbst gemachter „Fühlpfad“: Die Kinder sammelten dafür verschiedene Materialien wie Tannenzapfen, Moos, Stöcke oder Nussschalen und legten sie nebeneinander. Barfuss laufen die Kinder darüber und erspüren so die Oberflächen. „Die Tannenzapfen pieksen ein bisschen“, sagt die sechsjährige Lena.
 „Es ist uns ganz wichtig, dass die Kinder hier Urlaub haben und  die Zeit genießen können“, sagt Sozialpädagogin Juana Brik vom EKP. Daher wolle man die Kinder auch nicht zu stark reglementieren. Der Wald bietet gleichzeitig eine ideale Gelegenheit, die Natur zu erleben und zu verstehen. “Wir begrüßen den Wald und seine Bewohner mit einem Lied, das wir dann auch zum Abschied singen. Wir vermitteln den Kindern Respekt im Umgang mit der Natur“, sagt Initiatorin Margret Lautenbacher. So erkläre man beispielsweise, dass Tiere die Ankunft der Gruppe schon sehr früh wahrnehmen und sich lieber zurückziehen. Zum Mittagessen, das geliefert wird, gehen alle gemeinsam wieder zurück in den Kindergarten in der Adalbert- Stifter- Straße. Die ersten Kinder werden dann schon wieder abgeholt. Die anderen können sich in einer eingerichteten Werkstatt im Umgang mit Holz, Hammer und Nagel erproben. Ein festgelegtes Programm gibt es nicht. „Wir schlagen immer wieder Projekte oder Spiele vor. Das ist aber lediglich ein Angebot und jedes Kind kann selbst entscheiden, ob es mitmachen will“, sagt Brik. Oft kommen Kinder mit eigenen Ideen und Vorschlägen.

"Ich habe oft das Gefühl, dass Eltern ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie ihre Kinder in einer Ferienbetreuung abgeben. Das finde ich schade“, sagt Lautenbacher. Eine Ferienbetreuung halte sie für eine wichtige Einrichtung und der Bedarf sei vorhanden, sagt die ehemalige Leiterin der Gräfelfinger Gemeindekindergärten. Für viele Kinder seien die Ausflüge in den Wald ein Erlebnis. Vielen merke man an, dass sie die Natur nicht kennen und keine Kondition haben. Brik: “Der Weg von 20 Minuten ist für einige durchaus anstrengend“.

Münchner Merkur 26.08.2008                Julia Post

 

Kostenlos Informationsmaterial anfordern

Online-Anmeldung um Mitglied zu werden

So unterstützen Sie uns

© 2002-2017 Eltern-Kind-Programm e.V. - Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband