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Finanzielle Situation des EKP beherrscht Mitgliederversammlung


Stockdorf

Zwar begann die Jahresversammlung des Eltern-Kind-Programms (EKP) auch diesmal schon aus Tradition heraus mit einem Spiel. „das erleichtert die Arbeit“, hatte die1. Vorsitzende des Vereins, Susanne Pichotta, erklärt. Anschließend standen dann aber vor allem ernste Gesichtspunkte im Mittelpunkt. Einen breiten Raum nahm die prekäre finanzielle Situation ein. Trotz des großen Einsatzes der ehrenamtlichen Kräften und vieler unbezahlter Überstunden der Hauptamtlichen wurde das Jahr 2005 mit einem Verlust von über 31 000 Euro abgeschlossen. Ursache war vor allem der drastische Rückgang der Bußgeldeinnahmen, die als fester Posten in den Jahreshaushalt eingestellt waren. Durch ein Patenschaftsprojekt will man nun Sponsoren finden. Ein Artikel im Starnberger Merkur hatte vor kurzem im Eltern- Kind-Programm für heftigen Unmut gesorgt. „Wirtschaftet das EKP schlecht?“ lautete die Überschrift. Zitiert wurde darin die Gautinger Sozialamtsleiterin Renate Taranczewski, die von einem siebenfachen Anstieg der Zuschüsse für das EKP seit 2001 sprach.

Auf sich allein gestellt 

Abgesehen vom Mieterlass für die in der Alten Schule genutzten Räume, erhält der Verein jedoch gar keine Zuschüsse, das wurde auf der Mitglieder- versammlung deutlich. In seinem Jahresbericht hatte der Vorstand die Struktur des Eltern- Kind-Programms auseinander dividiert und siehe da:

 

Zuschüsse von der Gemeinde Gauting und dem Landkreis fließen nur an diejenigen päda- gogischen Projekte, für die der Verein die Trägerschaft über- nommen hat – an das Familienzentrum Stockdorf, das Netz für Kinder und die Stockdorfer Mittags- betreuung, die von der Gemeinde an das EKP übertragen wurde. Diese öffentlichen Gelder sind zweckgebunden und stehen den Einrichtungen zu.

Für die Finanzierung aller anderen Maßnahmen, seien es Familienberatung, Ferienfahrten oder die Feste für Gautinger und Stockdorfer Familien, wie das Sommerfest am Münchner Berg und die Walpurgisnacht, muss der Verein allein sorgen. Ein Umstand, der sich um so merk- würdiger ausnimmt vor der Tatsache, dass Vereine, die zum sozialen Leben in einer Gemeinde beitragen, normaler- weise bezuschusst werden.

Wichtige Arbeit 

EKP-Geschäftsführerin Monika Bezdek verhehlte denn auch ihren Ärger nicht. Die Zuschüsse, die das EKP erhalte, seien Pflichtleistungen der Gemeinde, konsta- tierte sie. Immer wieder werde man gefragt, ob man noch zusätzlich etwas machen könne. Wenn Gauting ein familien- freundlicher Standort bleiben wolle, dann sei gerade die Arbeit des EKP wichtig. Die Seminare und Gruppen seien voll. Der Bedarf werde immer größer. Dennoch befände man sich ständig in der Situation des Bittstellers. Es sei bitter, dann noch eines draufgehauen zu bekommen. Wenn man 30 Kinder im Jahr für einen Betrag von 5000 Euro betreue, so wirtschafte man nicht schlecht, konstatierte sie in Bezug auf die Stockdorfer Mittagsbetreuung.


Inzwischen hat sich der Verein nämlich informiert, was die Gautinger Mittagsbetreuung kostet. Für die 57 Kinder, die dort betreut werden, gibt die Gemeinde 70 000 Euro im Jahr aus. Man werde auch die Stockdorfer Mittagsbetreuung von der ehrenamtlichen Betreuung auf Festangestellte umstellen, kündigte Monika Bezdek an.

Nicht unwillig 

Die Leute müssten ordentlich bezahlt werden, befürwortete auch Bürgermeisterin Brigitte Servatius. „Es ist nicht richtig, dass die Stockdorfer Mittagsbetreuung schlechter gestellt ist.“ An den Verein gewandt fügte sie hinzu, dass sie nicht unwillig sei zu helfen. Über die Mitgliedsbeiträge komme nicht viel herein und die Bußgelder könne man nicht als feste Größe in den Haushalt stellen, meinte sie. Irgendwo hapere es, und das müsse aufgelöst werden. Der Verein brauche etwas Handfestes, zum Beispiel einen Zuschuss für Personalkosten. Sie schlug vor, einen Kosten-Leistungsvergleich zu machen und Fakten zu liefern, damit sich die Gemeinde mit einer verlässlichen Summe andocken könne.

Kalender 

Einen Rückgang der Gelder um insgesamt zehn Prozent könne auch ein Unternehmen nicht so ohne Weiteres weg- stecken, hatte Susanne Pichotta zuvor erklärt. Sie rief die Mitglieder auf, sich zu engagieren, um das Loch zu stopfen. Ein- stimmig wurde der Mitgliedsbeitrag auf 25,-€ im Jahr angehoben, Härtefälle ausgenommen. Neben der Idee für Patenschaften für Seminare und Eltern- Kind-Gruppen, die die 1. Vorsitzende in den kommenden Wochen den Firmen präsentieren will, bringt das Eltern-Kind- Programm auch einen Kalender für 2007 heraus, der ab dem Hand- werkermarkt verkauft wird.

Eine erfreuliche Nachricht konnte die 2. Vorsitzende Eva Straßer verkünden. Im Staatsinstitut für Frühpädagogik in Mün- chen hat das EKP einen neuen Kooperations- partner für seinen Ausbildungskurs in der EKP-Akademie gefunden.

Brigitte Bothen

 

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