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Zu zweit und doch allein

Eltern-Kind-Programm sucht Spender

Quelle: Süddeutsche Zeitung,  Blanche Mamer
Stockdorf.• Als 1972 in München am Staatsinstitut für Frühpädagogik das Eltern-KindProgramm entwickelt wurde, hat es Ursula Bezdek sofort überzeugt. Sie setzte alles dran, die wissenschaftlichen Grundlagen praxisnah umzusetzen. Nachdem sie jahrelang versucht hatte über den „Familienverband" die Bedingungen für Familien zu verbessern, gründete sie 1987 in Stockdorf das Eltern-Kind-Programm (EKP). Zusammen mit der Universität Regensburg erarbeitete sie das Ausbildungsprogramm für Gruppenleiterinnen, für das keine pädagogische Ausbildung notwendig ist, sondern Erfahrungen mit Kindern vorausgesetzt sind. Von Anfang an hatte sich das EKP die kindzentrierte Elternarbeit und die intensive Bildungsarbeit zum Ziel gesetzt. Das beginnt schon bei den Allerkleinsten in den PekipGruppen, geht weiter mit Krabbel- und Spielgruppen. Und immer wird die Mitarbeit der Eltern gefordert.

Ursula Bezdek selbst, fast 82 Jahre alt, ist immer noch die treibende Kraft. Unermüdlich bereitet sie Seminare vor, bemüht sich um die Finanzierung. Und hat bereits viel erreicht. War das EKP früher nur in Stockdorf und Gauting vertreten, so haben sich mittlerweile in zahlreichen Gemeinden der Region Eltern-Kind-Gruppen gegründet. Die Seminare werden aber immer noch über das Familienzentrum in der Alten Schule in Stockdorf angeboten. „Wir wollen den Eltern zeigen, wie viel Spaß es macht, Sprache zu entwickeln, Märchen zu erzählen, gemeinsam zu singen, sich mit den Kindern zu bewegen und die Natur zu erkunden", erzählt sie. Und sieht immer wieder Erfolge. „Kürzlich kam eine Mutter und bedankte sich. Sie war mit ihrem Buben, der nicht sprechen wollte, im Seminar „Rhythmus und Reime". Aus dem Nichts hat der Junge plötzlich drei ganze Sätze gesprochen."
Vielen Familien könnte aber noch viel intensiver geholfen werden. „Das EKP muss jeden Cent dreimal umdrehen. Wir wissen nicht, wie es im nächsten Jahr weitergeht, ob wir alle unsere Wochenendseminare weiter anbieten können. Denn die Häuser werden immer teurer, Familienerholungszentren können wir uns nicht mehr leisten und weichen, wo es geht, in Jugendherbergen aus."
" Hoffnung hatten die Mitarbeiter im vergangenen Jahr in die Ausschreibung der Deutschen Wirtschaft „Startsozial" gesetzt, bei der Monika Bezdek und Gudrun Inverso mit dem Zwillingsprojekt „Zu zweit und doch allein" teilnahmen. Leider ist das Projekt in der zweiten Runde ausgeschieden. Auch der Versuch„, die Zwillinge als Modellversuch bei der bayerischen Staatsregierung" anzumelden, gelang bisher nicht. „Wir wollen trotzdem nicht aufgeben. Diese Arbeit ist so wichtig." Das sagen alle unabhängig voneinander.

 

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