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Arbeitshefte und Bücher

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Arbeitshefte und Bücher

 

  Monika Bezdek, Ursula Bezdek, Michael Schnabel
bewegen erleben
  Ein Leitfaden, der Lust an der Bewegung weckt
Format:DIN A5 (21x14,85 cm)
Kartoniert, s/w Illustrationen
72 Seiten
Erscheinungsjahr:1996
Verlag:Eltern-Kind-Programm e.V.
"Bewegung ist Leben - Bewegung ist das Tor zum Lernen" ist der Grundgedanke, der dieses Arbeitsheft leitet. Wie Bewegung die Persönlichkeitsentwicklung, das Lern- und Sozialverhalten der Kinder beeinflußt, ist der Schwerpunkt der theoretischen Erörterungen. Die praxisorientierten Abschnitte enthalten viele Spielideen und Anregungen, in denen Modelle motopädagogischer Förderung, Bewegungsmuster aus der Kinesiologie und psychomotorische Förderung in spielerischer, prophylaktischer Form enthalten sind."

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Leseprobe

Beweglichkeit - ein Zauberwort! Will nicht jeder von uns beweglich sein und beweglich bleiben? Ist nicht in unserer Gesellschaft der bewegliche, der sportliche Mann, die sportliche Frau ein Ideal? Wird nicht an allen Ecken und Enden für Fitneß geworben? Fit sein und fit bleiben ist für jeden eine Idealvorstellung. Dabei meint "fit sein" nicht nur, sich geschickt und elegant bewegen zu können. "Fit sein" kann auch meinen: geistig beweglich zu sein, sich in neuen Situationen zurecht zu finden, mit Menschen richtig umzugehen, sich und seine Fähigkeiten ins richtige Licht zu rücken. Bei all diesen guten Eigenschaften: Wer möchte da nicht bis ins hohe Alter fit, dynamisch und beweglich bleiben? Wer an Kinder denkt, vor allem an Kleinkinder, der stellt sich Wesen vor, die ständig in Bewegung sind, die herumtollen, laufen, rennen, spielen, raufen, klettern, balancieren, springen. Beweglichkeit und Kind - ist das nicht eine unzertrennliche Einheit? Sind nicht Kinder Bewegungsspezialisten? Sind nicht Kinder derart bewegungshungrig, daß sie oftmals von den Eltern gebremst werden? Das Energiezentrum der Kinder feuert sie ohne Unterlaß zur Bewegung an. Bildet sich daher bei den Kindern nicht automatisch Beweglichkeit heraus? Aber warum haben dann bereits Kinder im Kindergartenalter motorische und soziale Defizite? Bei den heutigen Lebensbedingungen ist es für Kinder schwierig, ja sogar oft unmöglich, auch wenn sie noch so von Bewegungsenergie strotzen, ihre Beweglichkeit auszuleben, weil die engen Wohnverhältnisse und die Gefahren im Straßenverkehr die Spielmöglichkeiten einschränken. Eltern-Kind-Gruppen bieten sich an, Kindern Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen und den Eltern zu zeigen, wie ohne großen Aufwand auch zu Hause Bewegungssituationen für Kinder ermöglicht werden können. Den Eltern wird augenfällig, wie die Übungen und Aktionen die Kinder faszinieren und wie sie durch psychomotorische Förderung neue Sensibilität, größere Aufmerksamkeit und eine geschärfte Wahrnehmung erhalten. Denn nach dem Grundkonzept der Psychomotorik bilden körperliche Bewegungen, psychisches Erleben und sinnliche Wahrnehmung eine eng ineinander verknüpfte Kette. Dies bedeutet: die körperliche Ausdrucksweise unserer Bewegungen ist ein Spiegel unserer emotionalen, geistigen und spirituellen Befindlichkeit. Und umgekehrt: durch körperliche Übungen, durch Bewegungsanstrengungen fördern wir unsere Gesundheit, unser Durchsetzungsvermögen, unsere psychische Stabilität, unser Selbstwertgefühl und unser soziales Verhalten. (Einleitung, S. 8)

Die Bewegungsbaustelle

Kinder lernen über Bewegung ihren Körper und sich selbst kennen und einschätzen. Mit zunehmender Bewegungserfahrung steigt die Selbstsicherheit der Kinder, sie wissen, was sie sich zutrauen können, sie schaffen etwas, sie messen sich mit anderen. Besondere Impulse können wir geben, indem wir Material aussuchen, das Neugierde und Aktivität anregt. Meist sind es gerade die ganz einfachen Geräte, die den Kindern Materialerfahrung und Körpererfahrung ermöglichen und ihnen einen großen Handlungsspielraum zum Ausprobieren lassen, weil es eigentlich keine Turngeräte sind. So können Kinder beim Experimentieren mit Rollen, Seilen, Brettern, Kissen u. a. Ursache und Wirkung einer Bewegung hautnah erleben und abstrakte Begriffe wie Reibung, Gleichgewicht oder Schwung bilden lernen. Die Auswahl der Materialien soll sich nach dem Alter und dem Entwicklungsstand der Kinder richten. Die Kinder müssen in der Lage sein, die Geräte selbständig zu benutzen. In den Eltern-Kind-Gruppen ist es wichtig, daß die Materialen Schwierigkeitsgrade für verschiedene Altersgruppen anbieten. Es soll kleinen und großen Kindern und auch den Erwachsenen Spaß machen, damit zu spielen. Ein Auswahlkriterium muß auch die Sicherheit sein. Natürlich wird man immer versuchen, Gefahren auszuschließen, aber Bewegung beinhaltet immer ein geringes Maß an Gefahr und das ist auch wichtig, denn Fallen z. B. lernt man nur durch Fallen. Wenn die angebotenen Geräte einen hohen Aufforderungscharakter haben, dann beginnen die Kinder von selbst zu spielen und sich spielerisch zu bewegen. So kommen die Impulse und die Spielregeln von der Gruppenleiterin, die Spielideen aber in erster Linie von den Kindern. Sie beschäftigen sich erst einmal allein mit den Geräten, können dann aber auch auf andere zugehen, sich Spielpartner suchen, mit ihnen zusammenarbeiten, und sich absprechen. Für eine Bewegungsbaustelle können wir einfaches Material zu Geräten kombinieren und je nach Spiellaune immer wieder verändern: Wir nehmen z. B. Autoschläuche und Bretter, Turnmatten, Decken, Schubladen, Kartons, Tische, Stühle, Rollbretter, Papprollen und dazu Tücher, Joghurtbecher, Seile, Bälle, Korken, Bierdeckel, Kastanien, u.a.  (S. 48)
8,00 €

 

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