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Arbeitshefte und Bücher

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Arbeitshefte und Bücher

 

  Ursula Bezdek, Monika Bezdek, Petra Bezdek und Peter Trunk
Nordseeinsel Spiekeroog
 
Format:DIN A5 (21x14,85 cm)
Kartoniert, s/w Illustrationen
93 Seiten
Erscheinungsjahr:2003
Verlag:Eltern-Kind-Programm e.V.
Die Nordseeinsel Spiekeroog ist ein autofreies Urlaubsparadies für Familien und Gruppen. In diesem Büchlein finden Sie einen Überblick über Kultur, Geschichte und die ökologischen Zusammenhänge auf der Insel, über die Tier- und Pflanzenwelt und über Freizeitangebote. Eine große Ideensammlung für Spiele am Strand und Anregungen zum Forschen, Entdecken, Suchen und Sammeln wecken die Vorfreude auf einen Inselurlaub!

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Leseprobe:

Für viele Familien gehören die Begriffe Ferien, Urlaub, Erholung und Meer zusammen. Alle diese Voraussetzungen erfüllt Spiekeroog, das zur ostfriesischen Inselkette gehört, die vor der Nordseeküste im Wattenmeer liegt. Es ist eine grüne, autofreie Insel mit 27 Straßen und 350 Wohnhäusern, die für Jung und Alt einen großen Erholungswert hat und eine umfassende Gesundheitsvorsorge bietet. Die salzhaltige Nordseeluft, das Meerwasser, das Barfußlaufen am Sandstrand und im Watt und der fast immer wehende Wind stärken die Abwehrkräfte und wirken vorbeugend und heilend bei Erkrankungen der Atemwege, Allergien und Neurodermitis. Schon bei der Planung der Reise nach Spiekeroog stellen wir fest, dass sich hier alles nach dem Rhythmus der Natur, besonders der Gezeiten richtet. Die Schiffe von Neuharlingersiel zur Insel fahren jeden Tag zu anderen Zeiten!
Der Eltern-Kind-Programm e.V. organisiert seit vielen Jahren Familienfreizeiten auf Spiekeroog. Dabei haben die begleitenden GruppenleiterInnen einen großen Erfahrungsschatz an Spielen, Werkideen und Liedern angesammelt. In diese Schatzkiste wollen wir hineingreifen und die Erfahrungen weitergeben. Manche Anregungen sind auf die Nordsee bezogen (Bernsteinsammeln, Wattwanderung), andere lassen sich mit kleinen Variationen auch an anderen Orten verwirklichen. Sand, Muscheln und Strandgut sind ein wunderbares Spielmaterial, das unsere Sinne anregt, uns die Geheimnisse der Natur spüren lässt und uns zu fantasievollem Spielen, Experimentieren und Werken ermuntert. Ob wir das zarte Kitzeln des Sandes auf der Haut genießen, stundenlang suchend und staunend am Strand entlang laufen, Burgen bauen oder uns ausmalen, was wir zu Hause mit unseren Fundstücken anfangen wollen, immer sind wir in der Zwiesprache mit der Natur und ihren Wundern und erspüren die Zusammenhänge zwischen Wasser, Wind, Gezeiten und dem Leben von Pflanzen, Tieren und Mensch. Gerade im Wattenmeer wird uns immer wieder deutlich, wie wichtig jeder einzelne Teil für das Gesamtgefüge auch weltweit gesehen ist.
( S. 7ff)

Spiele am Strand:
Das große Forscherspiel:
Forschen und Suchen am Strand bringt uns die Natur in diesem besonderen Lebensraum in kurzer Zeit näher und weckt bei allen Teilnehmern das Interesse an weiteren Forschungsgängen.
Wir machen dieses Spiel in den ersten Urlaubstagen, lassen den Teilnehmern den ganzen Tag Zeit und setzen uns am Abend zusammen, um die Fundstücke in Ruhe zu bestimmen. Es ist unglaublich, was da alles an Schätzen zusammengetragen wird.
Jeder Teilnehmer oder jede Teilnehmergruppe schreibt sich eine Suchliste (Beispiele):
• 6 verschiedene Muschelschalen
• ein Schneckenhaus
• eine Feder
• etwas, mit dem man ein Geräusch machen kann
• etwas, das kräftig nach Meer riecht
• etwas Besonderes
• etwas von einer Pflanze
• etwas von einem Tier
• etwas Wertvolles
• etwas, das nicht an den Strand gehört

Die Rateschachtel
Sammeln, suchen, schauen, fühlen – alle unsere Sinne werden wach, wenn wir uns mit Schnecken und Muscheln befassen. Sie leuchten in verschiedenen Farben, sind rund oder spitz, gedreht oder gefächert, glatt oder rauh und deswegen sehr gut geeignet für eine Rateschachtel, die wir von außen schön bemalen und mit Muscheln bekleben. In die geschlossene Schachtel schneiden wir einen Schlitz zum Hineinfassen.
• Wir geben verschiedene Muscheln und Schneckengehäuse paarweise hinein. Wer findet die passenden Paare heraus?
• Wer kann durch Tasten mit den Händen Schnecken und Muscheln trennen?
• Wir geben verschiedene Strandfunde hinein. Wer kann sie erfühlen und benennen?
• Wir geben zu den Strandfunden noch einen Gegenstand, der nicht an den Strand gehört, in die Schachtel. Wer findet ihn heraus?

Blinde Karawane
Wir schärfen unsere Sinne, indem wir an einem etwa 40 Meter langen Seil einen Erkundungspfad mit ca. 10 Stationen aufbauen. Besonders glücklich können wir uns schätzen, wenn wir das Seil als Strandgut finden! Das Seil liegt am Boden und eine Markierung am Seil zeigt an, dass es hier etwas Interessantes zum Fühlen, Hören, Riechen oder Schmecken gibt. Mit ausreichend Abstand werden die Teilnehmer hintereinander blind auf die Reise geschickt. Jeder tastet sich langsam am Seil voran. Folgende Beispiele bieten sich als Stationen an:
Fühlen (Markierung: Wäscheklammer): Rippelmarken im Sand, Blasentang, Muscheln, Schneckenhäuser, Laichballen der Wellhornschnecken, Strandgut
Hören (Markierung: angeknotetes Band): hier hören wir Geräusche. Wieviele? Welche?
Riechen (Markierung: angeknoteter Bindfaden): Krabbengehäuse, Blasen- oder Knotentang, Laichballen der Wellhornschnecke,
Schmecken (Markierung: dicker Knoten): Queller, Hagebutte, Sanddorn
(S.29)

Erleben und Entdecken bei einer Wattwanderung
Als Inselwatt wird von den Insulanern der Teil des Wattenmeers bezeichnet, den man bei Ebbe von der Insel aus zu Fuß erreichen kann. Es gehört zur Insel, zum Lebensbereich der Inselbewohner. Es erstreckt sich von der grünen Kante (Kant van’t Grön) bis zum Swinn, dem großen Priel, der das Watt bei Niedrigwasser entwässert.
Jede Wattwanderung ist bei einem Aufenthalt an der Nordsee ein besonderes Erlebnis. Bis zu 3 Meter liegt das Watt bei Flut unter Wasser, 3 Stunden später ist es der schönste Platz zum Graben und Forschen. Wir sollten uns das auf keinen Fall entgehen lassen. Wichtig ist, dass wir auf keinen Fall ohne erfahrenen Führer ins Watt gehen! Wir können weder das auflaufende Wasser, noch die Wetterverhältnisse, noch die Dauer der Wegstrecke, vor allem des Rückwegs, einschätzen.
Eine große Gefahr im Watt ist aufkommender Nebel, der so dicht sein kann, dass man die Orientierung völlig verliert. Aus Unvorsichtigkeit sind schon viele Menschen im Watt verunglückt. Es gibt auf Spiekeroog mehrere Wattführer, die kindgerechte oder botanisch und ökologisch ausgerichtete Führungen anbieten. Je nach Interesse und Gruppenzusammensetzung suchen wir die passende Führung aus.
Das Schöne ist, dass bei einer Wattwanderung all unsere Sinne beansprucht werden. Wir stapfen wegen der scharfkantigen, senkrecht im Boden steckenden Sandklaffmuscheln in Gummistiefeln, streckenweise aber auch barfuß durch den feuchten, nassen, quatschenden Sand und die Pfützen des Watts und entdecken dabei Unmengen von Lebewesen und ihre Spuren auf oder unter der Oberfläche. Manche Wattführer empfehlen uns, eine Flasche Meerwasser mit nach Hause zu nehmen, mit der zehnfachen Menge Leitungswasser zu verdünnen und zum Blumengießen zu verwenden. Das Meerwasser enthält sehr viele Mineralien und Nährstoffe, es ist ein ausgezeichneter Blumendünger!
(S.37ff)
9,50 €

 

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