- erfüllte KINDER(T)RÄUME
Ökologische Spielplätze sind naturnahe Erfahrungsräume,
in denen die Kinder ihre Phantasie und
Kreativität ausleben können und gleichzeitig für
die Kreisläufe der Natur sensibilisiert werden. Kleine, bewegte
Landschaften, in denen die
Kinder klettern, kriechen, sich verstecken und mit Lehm, Steinen,
Sand und anderem Material experimentieren können. Geflochtene
Tore und Zäune aus Weide und Hasel führen in die Landschaft
eines Naturspielplatzes. Die Kinder sollen auf dem Spielplatz die
Möglichkeit haben, sich frei zu bewegen, sich auszuruhen, in
kleinen oder großen Gruppen gemeinsam zu spielen. Die Neugier
für die Natur soll geweckt werden, die Kinder können sie
sehen, fühlen, riechen und schmecken. Sie dürfen auf ihrem
Spielplatz nicht nur spielen, sondern auch arbeiten, ihn mitgestalten.
Natürliche Hecken aus Holunder, Hasel, Johannisbeeren und anderen
Sträuchern dienen als Grenze zu den Nachbarn.
Durch verschiedene Naturzäune aus Weide oder Hasel werden
Räume geschaffen, begrenzt und
verbunden. Wege werden als Fühlpfade mit verschiedenen Materialien
wie Kiesel, Steine, Rinde, Lehm, Erde, Moos... gestaltet.
Weidentippi, -tunnel oder Haseliglu bilden heimelige Räume
zum Verstecken, Ausruhen oder für wichtige Gespräche.
Die Sandkuhle wird von großen Steinen eingefasst und liegt
möglichst eingebettet in die Minilandschaft an den Hügel
geschmiegt.
Bewegung
in die Landschaft bringt auch ein Steinhaufen, -hügel, der
mit stark duftenden Kräutern bepflanzt ist. Aus dem ausgeschnittenen
Holz der Altbäume und Sträucher kann ein Totholzzaun als
Begrenzung aufgeschichtet werden. Er bietet gleichzeitig Unterschlupfmöglichkeiten
für Tiere. Für den Igel bauen die Kinder noch einen Trockenholzhaufen,
an den Bäumen werden Nistmöglichkeiten für Vögel
und Insekten angebracht, um mit den Kindern das spannende Leben
darin zu beobachten. Eine Zisterne sammelt das Regenwasser des Daches.
Die Kinder können den Gebrauch des Wassers mit einer Handpumpe
selbst regulieren. Über eine Leitung aus ausgehölten Halbhölzern
läuft das Wasser zur Lehmkuhle. Schaukeln befestigen wir an
hohen Bäumen oder nutzen einen großen Raum zum Aufstellen
eines Schaukelgestells. Wichtig ist auch eine große Wiese
zum Toben, Rennen und für das Gemeinschaftsspiel.
Mit diesen Spielplätzen können auch für Stadtkinder
natürliche Rückzugsräume geschaffen werden, in denen
sie mit ihrer Phantasie Träume zum Leben erwecken können.
Viele Tipps finden Sie im Arbeitsheft "Naturspielräume" Herausgeber: Eltern-Kind-Programm e.V.
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